Kompositionen

andere Länder – andere Sitten

Vor kurzem war ich in Sofia um dort ein Seminar zu halten. Es war mein erster Aufenthalt in Bulgarien. Die Aufregung war groß, denn viele Dinge waren neu und somit eine Herausforderung für mich. Um mich etwas zu beruhigen, gab mir mein Mann den Tipp diese Reise und alles, was damit zusammenhing als Abenteuer zu sehen und mit dieser Einstellung ging es los.

Ich war dankbar, dass der Flug extrem ruhig verlaufen war und ich gut in Sofia angekommen bin.

Kaum war ich aus dem Flugzeug ausgestiegen und zur Gebäckausgabe gekommen, war auch schon mein Koffer auf dem Förderband zu sehen. Beim Hinausgehen empfing mich bereits der Taxifahrer und ich musste nur mehr zum Bankomat gehen und mir Lev besorgen. Dort fielen mir schon zwei Männer mit Maschinengewehren bestückt auf. Ob es sich um Militär oder Polizei gehandelt hat, kann ich nicht sagen.
Im Taxi dann die nächste Überraschung: WLAN. Schnell kommunizierte ich über Whats App, dass ich gut angekommen bin. Mein Mann konnte es gar nicht glauben, dass ich in einem Taxi WLAN habe.
Überraschung Nummer drei (abgesehen vom vielen Schnee) ereilte mich dann, als ich mit dem Taxi vor dem 4-Sterne Hotel Marinela vorgefahren bin, nämlich beim Eingang in das Hotel.

Seht einmal selbst:
Verbotszeichen_Sofia
Und ehrlich gesagt, hatte ich es zuerst gar nicht wahrgenommen und wurde durch jemand anders darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin habe ich mich schon gefragt, warum dieses Zeichen angebracht ist und ob ich mich jetzt sicher oder unsicher in diesem Land fühlen sollte. Gut vorbereitet hatte ich mich zwar auf das Seminar, aber auf das Land überhaupt nicht. Beim nächsten Mal werde ich sicher etwas Zeit dafür investieren.

Überraschung vier war dann, dass es außer auf den Hauptstraßen keine Schneeräumung gab und der Weg vom Hotel zum Wifi-Gebäude wirklich abenteuerlich war, hatte es doch vor meiner Ankunft ca. 30 cm geschneit und noch minus 20 Grad Celsius.

Und die letzte Überraschung im Rahmen dieses Abenteuers waren dann die sehr netten persönlichen Begegnungen mit Menschen, die in meinem Seminar gewesen sind und die aus drei (mit mir vier) unterschiedlichen Ländern, nämlich Serbien, Bulgarien und Ungarn gekommen sind – eine Erfahrung, die ich sehr genossen habe und nicht missen möchte.

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